Woher wir kommen
Ein kurzer geschichtlicher Rückblick
Die Anfänge unserer Kirchgemeinde
gehen aufs 8. oder 9. Jahrhundert zurück und sind eng mit der
Geschichte des 727 gegründeten Benediktiner-Klosters Murbach
verbunden. Dieses elsässische Kloster erlangte durch viele
Schenkungen von Ländereien schnell einmal einen grossen Einfluss
auf ein Gebiet, das sich vom Elsass bis hin zum Brünig-Pass
erstreckte. Zu einer dieser Schenkungen gehörte auch der Dinghof
in Elfingen („Ding“ oder „Twing“ = germanisch „Gericht“). Und in
Elfingen wurde dann auch bald einmal eine dem Heiligen Leodegar
geweihte Kirche gebaut. Finanzielle Engpässe der Murbacher Abtei
führten dazu, dass der Elfinger Hof mitsamt der Kirche 1291 an
die Habsburger verkauft wurde.
Es würde zu weit führen, den nun
folgenden verwickelten geschichtlichen Verlauf im einzelnen zu
verfolgen. Sicher erwähnenswert aber ist, dass um das Jahr 1000
herum (?) in Bözen eine der Mutter Gottes gewidmete Kapelle
erbaut wurde, die aber lange Zeit der Elfinger Hauptkirche mit
dem dort lebenden Pfarrer unterstellt war.
Eine grundsätzliche Veränderung der
Situation ergab sich, als 1415 die Berner die aargauischen
Gebiete südlich und 1460 nördlich (und somit auch Bözen,
Effingen und Elfingen) eroberten. Im Zuge der Reformation hatte
die bernische Obrigkeit 1528 beschlossen, zum „neuen Glauben“
überzutreten. Um 1570 herum wurde dann die Elfinger Hauptkirche
abgerissen, und das kirchliche Leben verlagerte sich immer mehr
zur Bözer Kapelle (obwohl der Pfarrer noch bis zum Bau des alten
Bözer Pfarrhauses 1824/25 in Elfingen wohnen sollte). Bald
einmal erwies sich diese Kapelle als zu klein, und so wurde um
1667 das Kirchengebäude errichtet, das heute noch in Gebrauch
ist.
Nachdem der Kanton Aargau ein
selbständiger Kanton geworden war, wurde 1803 die reformierte
Kirche im Kanton Aargau von der Berner Kirche getrennt. Im
Verlauf der nun folgenden Zeit bis zur Gegenwart kamen zu den
reformierten „Kerngemeinden“ Bözen, Effingen und Elfingen noch
die Diasporagemeinden Hornussen und Zeihen hinzu. 1968/69 wurde
mit der Erstellung des Kirchgemeindehauses und eines neuen
Pfarrhauses der Kirchgemeinde das Gesicht gegeben, mit dem
sie sich heute präsentiert.